FSS.social
25Okt 130

Was denn nun: E-Mail oder Social Software

am Freitag, den 25. Oktober 2013

Bei der Einführung von Social Software im Unternehmen wird immer wieder der Produktivitätskiller E-Mail als eine Motivation genannt. Alles, was dort schlecht läuft, wird mit Social Software besser, so klingt es oft.

Stimmt nicht! E-Mail ist nicht tot - sie wird mit dem Einsatz eines sozialen Netzwerk im Unternehmen nur wieder auf ihren eigentlichen Zweck zurückgeführt.

Vergleichen wir es mal mit dem "richtigen Leben": Menschen kommunizieren direkt miteinander Vertrauliches oder auch in größeren Gruppen. Warum sollte es in der elektronisch Kommunikation anders sein?

Die E-Mail ist hervorragend geeignet, um zwischen zwei Personen direkt zu kommunizieren und die Kommunikation nicht für Dritte interessant sein wird. Diesen Zweck wird sie auch weiterhin erfüllen, weil diese Art der Kommunikation in Unternehmen nach wie in der Zukunft benötigt wird. Nicht jedes Thema eignet sich für eine größere Öffentlichkeit. Vertrauliches muss vertraulich bleiben und hat nichts in sozialen Netzwerken zu suchen.

Nicht geeignet ist die E-Mail aufgrund Ihres asynchronen Kommunikationscharakters für die Abstimmung in größeren Gruppen. Jeder kennt die E-Mail-Schlangen, in dem ein Dokument abgestimmt werden soll und irgendwann niemand mehr die aktuelle Version kennt. In einem sozialen Netzwerk kann hier jeder zur gleichen Zeit mit diskutieren, ohne das es nach kurzer Zeit unübersichtlich wird. Der schon marktreife Technologie, zeitgleich an einem Dokument zu arbeiten und zu diskutieren wird hier die Nutzer schnell überzeugen - wer schon einmal mit mehreren Personen an Google Docs gearbeitet hat, wird das Ende der lokalen Datei nicht abwarten können.

Mit Einführung einer sozialen Software hat man plötzlich die Möglichkeit, mit vielen Kollegen Ideen zu diskutieren und Anregungen zu bekommen, die ohne eine solche Software undenkbar wären. Wer schreibt schon eine E-Mail an alle Kollegen mit einer Idee, die er zu einem Produkt hat? Diese in ein Forum zum Produkt einzustellen und sich mit interessierten Kollegen auszutauschen hätte in der 1.0-Welt einen Besprechungsraum und viel Zeit benötigt. Mit Softwareunterstützung kann es hochproduktiv werden.

Social Software wird ihre Stärken und ihr Potenzial zeigen, je mehr Anwendungsfälle die Mitarbeiter motivieren, mitzumachen. Sie wird die klassische E-Mail nicht komplett verdrängen, aber auf ein normales Maß zurückführen. Moderne Oberflächen werden die E-Mails zu einem natürlichen Teil der täglichen Benutzeroberfläche werden lassen.

Dem Benutzer ist der Begriff und die Technologie vollkommen egal. Er muss nur verstehen, ob seine Nachricht an einen kleinen Kreis geht und vertraulich bleibt, oder ob sie von vielen oder allen gelesen werden kann. Hier wird die Herausforderung für die zukünftigen Kommunikationsplattformen liegen.

22Okt 130

Social Software ist kein Selbstläufer

am Dienstag, den 22. Oktober 2013

Immer wieder werden die Änderung der Unternehmenskultur und die Einführung von Social Software in einen Topf geworfen. Meist wird die Frage, was dabei die Henne und was das Ei ist. Ändert sich die Kultur durch die Einführung einer Software oder ist eine Kulturänderung für eine Softwareeinführung nötig?

Beides ist sicherlich korrekt. Die Einführung von Social Software ist kein Projekt mit Anfangs- und Endedatum, sondern ein dauerhafter und fließender Prozess. Die Unternehmensführung und alle Mitarbeiter lernen ständig dazu. Dazu muss allerdings eine hohe Bereitschaft existieren - in der Regel wird dies in einem Unternehmen nicht in hohem Maße existent sein. Es gibt die "typischen" Generation-Y-Kollegen und auch ältere Mitarbeiter mit einer hoher Offenheit, solche Software zu nutzen. Der weitaus größere Teil wird passiv mitlesen oder das Netzwerk gar nicht nutzen. Und auch bei denen, die bereit sind, eine soziale Software zu nutzen, werden Unsicherheiten bestehen. Was darf man einstellen, welche Konsequenzen hat dies?

Das Projekt beginnt eigentlich erst richtig, wenn die soziale Software erst einmal installiert ist. Ein nicht zu vernachlässigender Faktor ist die Begleitung der Mitarbeiter. Einen interessanten und lesenswerten Artikel hat dazu Stefan Pfeiffer/IBM veröffentlicht: "Die Möhre: Braucht der Mitarbeiter 2.0 ein Anreizsystem um aktiv zu werden?" und diese Fragestellung auch deutlich bejaht.

20Aug 130

Warum Personalabteilungen/HR sich mit Social Software auseinandersetzen sollten

am Dienstag, den 20. August 2013

Stefan Pfeiffer/IBM hat einen interessanten Blogbeitrag erstellt, der sich mit der Verantwortung der Personalabteilungen in Bezug auf die Einführung von Social Software auseinandersetzt.

Eingegangen wird in dem lesenwerten Beitrag auf die Veränderungen, die in den Unternehmen durch die anstehenden Generationswechsel und dem entstehenden Fachkräftemangel am Markt einhergehen. Mit dem Wandel stehen Unternehmen vor der Herausforderung, die Generation "E-Mail" zu verabschieden und das damit vorhandene Unternehmenswissen ebenfalls zu verlieren, wenn nicht gegen gesteuert wird.

Viele ureigenste HR-Themen, wie beispielsweise Führung, Kommunikation, Rekrutierung, Einarbeitung neuer Mitarbeiter, dauerhafte Ausbildung, Mitarbeitermotivation, Talentmanagement, Vernetzung, Expertensuche, sowie Wissens- und Innovations- und Changemanagement werden beleuchtet und in Zusammenhang mit einem Lösungsansatz "Social Software" gebracht.

18Sep 120

Analysefunktionen für das Social Business

am Dienstag, den 18. September 2012

IBM erweitert den Service von Connections 4 um wichtige Analyse-Funktionen. Somit ermöglicht Connections sozial versierten Mitarbeitern die Vorteile von „Big Data Analyse“ zu nutzen. Die neuen  Analyse-Funktionen können dazu verwendet werden, ein Echtzeit – Monitoring Verfahren durchzuführen. Damit wird es für Mitarbeiter des Bereiches Social Media/Business im Unternehmen leichter diese Daten auszuwerten und zum Beispiel negative oder positive Trends im Unternehmen aufzuspüren.

Die Mitarbeiter können dadurch nicht nur auf diese Trends reagieren, sondern gleich proaktiv an diesen mitarbeiten. Schlechte Stimmungen unter den Mitarbeitern können schnell analysiert und beseitigt werden, noch bevor ein wirtschaftlicher Nachteil entsteht. Andersherum können frische Ideen der Mitarbeiter besser gefördert und positiv für das Unternehmen genutzt werden. Natürlich können die Analyse-Funktionen auch außerhalb des Unternehmens zum Einsatz kommen.

IBM Connections integriert anspruchsvolle Analysefunktionen, Echtzeit-Monitoring und schnellere Collaborative Networks für eine bessere Zusammenarbeit sowohl innerhalb als auch außerhalb der Organisation. Möglich wird dies durch eine Installation vor Ort, in der IBM SmartCloud sowie auf vielen mobilen Endgeräten.

 

Quelle: 16.09.2012 – “IBM Redefines Social Business with the Power of Analytics

10Sep 120

Neue Homepage der IBM zum Thema Collaboration

am Montag, den 10. September 2012

Kurz nach der Freigabe der Social Software "IBM Connections" in der Version 4.0 startet openntf.org die neue Seite "Collaboration Today" (http://collaborationtoday.info/).

Die Seite enthält an zentraler Stelle Informationen zu den wichtigsten IBM-Produkten in diesem Themenbereich (IBM Connections, IBM Lotus Domino, IBM WebSphere Portal und IBM Sametime) für Entscheider, Entwickler, Administratoren und auch Endnutzer.

 

10Sep 120

IBM Connections 4.0 verfügbar, IBM Connections Mail kommt

am Montag, den 10. September 2012

Seit 07. September 2012 steht IBM Connections 4.0 (C4) nun offiziell zur Verfügung. Neben vielen Detailverbesserungen und einer neuen Optik hat sich IBM insbesondere den Activity Stream (oder auch im IBM-Deutsch "Aktivitätsstrom") vorgenommen. Dieser kann nun nicht nur Inhalte aus Connections übersichtlicher darstellen, sondern auch aus anderen Anwendungen angesprochen werden. OpenSocial als Schnittstelle ist dabei das Schlagwort. Darüber hinaus können Interaktionen besser gestartet werden.

Auch in den einzelnen Communities kann nun über einen entsprechenden Activity Stream schnell durchschaut werden, was sich geändert hat.

Insgesamt verspricht IBM mit der neuen Version eine nochmals deutlich verbesserte Zusammenarbeit mit den Teamkollegen.

Damit wird Connections immer mehr zu einer zentralen Plattform für den Benutzer, auf der er alle für ihn relevanten Informationen findet, aber auch Interaktionen zu diesen Informationen starten kann.

Ergänzt wird dies durch "IBM Connections Mail", welches für den 20.09.2012 angekündigt ist. Damit werden auch die E-Mails in Connections sichtbar. Auf einen E-Mail-Client kann dann - zumindest für "normale" Mailbenutzer - verzichtet werden. Es wird dabei nicht nur das hauseigene Produkt "IBM Lotus Domino", sondern auch Microsoft Exchange berücksichtigt.

Eine genaue Auflistung der neuen Features kann man sich auf den Euluc-Seiten ansehen.

23Mrz 120

Fachkräfte via Facebook ansprechen

am Freitag, den 23. März 2012

Die demographische Entwicklung lässt einen Begriff zum Modewort werden: "Fachkräftemangel". Dieser führt dazu, dass die Personalsuche immer schwieriger wird und die bisherigen Pfade verlassen muss.

So findet man immer weniger Printanzeigen in überregionalen Tageszeitungen und die Personaler setzen mehr auf soziale Netzwerk. In Deutschland steht hier XING an vorderster Stelle. Facebook gilt eher noch als privates Netzwerk, Stellenangebote auf Twitter zu veröffentlichen ist noch eher die Ausnahme.

Andersherum sind Unternehmen, die sich in sozialen Netzwerken präsentieren, für die Jobsuchenden attraktiver. Im einer im Oktober 2011 von Cisco veröffentlichten weltweiten Studie zeigt sich, dass viele potenzielle Arbeitnehmer ein Unternehmen meiden, in dem die Nutzung sozialer Netzwerke am Arbeitsplatz verboten ist. Interessant ist, dass rund ein Drittel der Befragten angaben, dass die Nutzung sozialer Medien, die Flexibilität und die Nutzung privater Geräte am Arbeitsplatz wichtiger als das Gehalt seien. Über die Hälfte der jungen Arbeitnehmer und Studenten gaben an, dass sie sich ein Leben ohne Internet nicht mehr vorstellen können.

Dies zeigt den deutlichen Trend, dass vom Fachkräftemangel betroffene Unternehmen sich mit den sozialen Medien auseinander setzen müssen. Dabei ist nicht nur ein Facebook-Auftritt gemeint, sondern der Wandel der Unternehmenskultur bis der Einsatz sozialer Software im Unternehmen so selbstverständlich ist wie heutzutage die E-Mail.

6Feb 120

IBM, Microsoft und Jive im Vergleich

am Montag, den 6. Februar 2012

Gartner hat sein "Gartner Magic Quadrant for Social Software in the Workplace" aktualisiert. War in 2008 noch ein weites Feld von Wettbewerbern vorhanden, so hat sich das Spitzenfeld auf drei Unternehmen reduziert: IBM, Jive und Microsoft.

Für IBM hat das Social Business Thema als wichtigen Teil seiner Unternehmensstrategie verinnerlicht. Gegen IBM spricht die Komplexität und der Aufwand bei der Einführung.

Jive hat innovativen Funktionen und Vorteile bei der Vernetzung von Unternehmen untereinander. Als der kleinste Mitbewerber ist das Unternehmen durch Partnerschaften gut positioniert. Als Nachteil wird die fehlende Größe und die mangelnde Internationalisierung angesehen.

Microsoft punktet mit Office-Integration, Funktionsvielfalt und die vorhandene Nachfrage bei den Kunden. Die aber notwendigen Anpassungen, Schwächen im Benutzer-Interface und ein gegenüber den anderen Produkten eingeschränkter Funktionsumfang in Office 365 sind hier als Negativ zu verbuchen.

 

12Jan 120

5 Gartner-Thesen zu Social Software

am Donnerstag, den 12. Januar 2012

Das US-Marktforschungsinstitut Gartner hat in der Marktprognose "Predicts 2010: Social Software ist an Enterprise Reality" die folgenden fünf Trendprognosen aufgestellt (Quelle: CIO):

  1. Social Services ersetzen die E-Mail als primäres Kommunikationsmittel
  2. Eine Verbesserung der Kommunikation mit Microblogging und Activity-Streams wird Einzug halten
  3. 70 Prozent der Social-Media-Projekte scheitern, weil sie falsch angegangen werden
  4. Die Integration von verschiedenen Diensten auf dem Smartphone wird voranschreiten
  5. Kaum Social-Media-Analytik: bis 2015 werden nur 25% der Unternehmen Analysen zur Interaktion in sozialen Netzwerken durchführen
20Dez 110

Kollaboration bei der Bayer AG

am Dienstag, den 20. Dezember 2011

Die Bayer AG stellt derzeit einige Teile ihrer IT-Landschaft um. Neben der Umstellung auf Windows 7 und Microsoft Exchange bzw. Microsoft Outlook), musste das Management festlegen, wie die Mitarbeiter in der Zukunft zusammenarbeiten werden. Es wurde sich nicht für ein Microsoft-Produkt entschieden, sondern Connections von IBM ausgewählt.

Der Ausschlaggebende Grund IBM Connections als Kollaborationslösung einzusetzen, ist die Einfachheit der Software, so sagt De Ruwe (CIO bei Bayer MaterialScience). Connections wird bereits bei Bayer MaterialScience und Teilbereichen von Bayer Healthcare seit zwei Jahre mit wachsendem Erfolg eingesetzt. Die Zahl der teilnehmenden Mitarbeiter, die sich weltweit vernetzen und so Wissen teilen oder Probleme lösen, wächst stetig. Heut arbeiten bereits ca. 8.000 Personen in IBM Connections.

Herr De Ruwe fühlt sich in seiner Annahme "Was simpel ist, wird auch genutzt." bestätigt. Ganz bewusst wurden bei der Einführung von Connections keine speziellen Schulungen vorgenommen. Es wurde mit zwei Piloten begonnen und wer Fragen hatte konnte fragen, wer ausprobieren wollte, durfte ausprobieren, und wer skeptisch war, konnte abwarten. Erst jetzt, nachdem sich die Nutzung von Connections verstärkt hat, werden gezielt Schulungen durchgeführt.

"Die Technik trägt nicht den größten Anteil an dem Erfolg  des Tools. Aber Sie ist wichtig", sagt De Ruwe.

Genauso wichtig ist die Einstellung der Kollegen und diese zu ändern. Mitarbeiter sollen Wissen leicht und schnell austauschen können und wollen. Viele Informationen fließen natürlich auf dem bilateralem Wege, doch ist es schwer sich mit Kollegen auf anderen Kontinenten auszutauschen. Deswegen wird Connections ab ab 2012 einem Großteil der 110.000 Anwender zur Verfügung stehen. Probleme können so schneller gelöst und Innovationen effizienter entwickelt werden.

"Damit liefern wir einem echten Mehrwert für das gesamte Unternehmen", so De Ruwe.

Quelle: cio.de - Collaboration ohne Microsoft