FSS.social
19Apr 130

93% der Banken und Sparkassen betreiben oder planen eine Facebook-Seite

am Freitag, den 19. April 2013

Zu diesem Ergebnis zumindest kommt eine Studie von "ibi research an der Universität Regensburg". Trotz dieser bereits erstaunlich hohen Dichte an Bankseiten sind nur 16% der befragten Facebook-Nutzer Fans einer solchen Seite.

Die Studie geht darauf ein, dass die Banken zu wenig Finanzinformationen auf ihren Seiten platzieren. Jeweils gut 20% der Befragten wären Posts einmal in der Woche, mehrfach in der Woche oder sogar täglich recht. Offensichtlich kommen die Anbieter den Wünschen der Fans nicht nach und veröffentlichen zu selten Beiträge.

Der ganze Text der Pressemitteilung kann hier nachgelesen werden.

Aus unserer Sicht kann die Kurzdarstellung des Studienergebnisses suggerieren: Facebook-Seite einrichten (wenn nicht bereits vorhanden) und regelmäßig zu Finanzthemen posten. Doch das ist aus unserer Sicht deutlich zu kurz gesprungen.

Bundesweit nutzten 2012 rund 80 Prozent der 14- bis 29-Jährigen inzwischen ein soziales Netzwerk, aber auch von den 30- bis 39-Jährigen sind inzwischen 56 Prozent Mitglied in einem sozialen Netzwerk. Selbst von den 50- bis 64-Jährigen nutzt gut jeder Fünfte ein soziales Netzwerk im Internet (Quelle: Allensbacher Computer- und Technik-Analysen, zuletzt ACTA 2012).

Geht man von einer ähnlichen Quote unter den Bankkunden aus, hätten die Banken und Sparkassen ein deutlich höheres Potenzial, ihre Kunden in einem sozialen Netzwerk zu erreichen. Trotzdem sind laut der Studie nur 16% der befragten Facebook-Nutzer überhaupt Fans einer Bankseite.

Welche Aspekte sollten berücksichtigt werden?

  • Facebook alleine zu betrachten ist nicht ausreichend. Der Markt der sozialen Netzwerke ist nicht nur "Facebook", sondern hat viele weitere Netzwerke. Auch die stetige und vor allem extrem dynamische Änderung dieses Marktes verlangt eine breite, aber auch gezielte Aufstellung. Die einstigen Senkrechtstarter MySpace und Schüler-/StudiVZ sind nur heute nur noch Geschichte.
  • Wer sich auf den "typischen" Fanseiten von Banken und Sparkassen registriert, der ist auch an Finanzthemen interessiert. Scheinbar wird so aber nicht die repräsentative Anzahl von potenziellen Bankkunden erreicht ("nur 16% der Facebook-Nutzer...). Fazit: wenn schon eine Finanzseite online gestellt wird, dann muss sie auch gut sein. "Gut" bezieht sich nicht nur auf die Inhalte, die Aktivität bei der Diskussion mit den Nutzern, sondern auch auf die Anzahl der Beiträge - hier ist es oft schwierig, die richtige Menge zu finden. Dazu muss man "seine Community" gut kennen. Neben Finanzthemen haben Banken und Sparkassen aber sicherlich auch viele andere  Themen, die es lohnt in sozialen Netzwerken mit einer Fangemeinde zu diskutieren und mit denen man vielleicht oft eine größere Gemeinde erreichen kann als mit Finanzthemen.
  • Allein ein gute Seite ins Netz zu stellen, ist zu wenig. Es müssen auch Inhalte regelmäßig bereitgestellt werden und die Seite muss gepflegt werden. Pflege heisst nicht mehr nur "Content", sondern aktive Kommunikation mit den Fans. Dazu muss Personal mit entsprechender Kompetenz bereitstehen und auch Prozesse sind zu definieren. Gerade die Kompetenz ist hier im doppelten Sinn zu verstehen: soziale Kompetenz des Mitarbeiters zum einen, aber die Kompetenz für das Unternehmen Aussagen treffen zu dürfen. Im Netz muss schnell reagiert werden. Gerade die Fans an die Seite zu binden und eine aktive "Community" aufzubauen, ist das Ziel und zugleich die schwierige Herausforderung für den Seitenanbieter.

FSS unterstützt Banken und Sparkassen mit dem Beratungsprodukt FSS.social aktiv bei dem Aufbau ihres Auftritts in sozialen Netzen und legt dabei den Schwerpunkt auf die dafür nötigen internen Prozesse und Organisationsstrukturen.

 

12Apr 120

Google+ erhält neues Gesicht

am Donnerstag, den 12. April 2012

Google hat sein soziales Netzwerk Mitte 2011 gestartet und verzeichnet derzeit ca. 170 Mio. Nutzer. Ob diese Zahl für tatsächlich teilnehmende Anwender steht oder auch Benutzer beinhaltet, die sich nur bei Google+ angemeldet haben, ist nicht bekannt. Leider beinhaltet diese Zahl nicht nur Google+-Nutzer, die aktiv am Netzwerk teilnehmen, sondern Google+-Nutzer, die ein Google+ verwandtes Produkt nutzen (dazu gehören: Google Suche, You Tube, ...).

Im Vergleich zu Facebook scheinen 170 Mio. Anwender wenig, da Facebook schon bei 845 Mio. Nutzern liegt. Doch hat Google dies in weniger als einem Jahr geschafft. MySpace hat zu seiner "Hochzeit" 260 Mio. Anwender vorzeigen können. Im Jahre 2003 wurde MySpace gegründet und 2009 hat es seinen Höhepunkt erreicht. Google wird mit Sicherheit noch viele weitere Anwender für seinen Dienst gewinnen können und eine hohe Teilnehmerzahl erreichen.

Die anstehende Designanpassung wird sicherlich dazu beitragen. Erste Anwender dürfen das neue Design bereits verwendet und für die große Gesamtheit wird es in kürze freigeschaltet. Doch was hat sich nun geändert?

Die Position der Navigationsleiste hat sich geändert. Nicht nur wird die Leiste nun auf der linken Seite angezeigt, der Anwender kann die Leiste individualisieren. Dazu können die Icons via Drag&Drop in ihrer Reihenfolge verändert werden. Durch die neue Position der Navigationsleiste wurde mehr Platz für den "Newsfeed" geschaffen.

Der "Newsfeed" ist durch die Layoutanpassungen mehr in den Vordergrund getreten. Zusätzlich werden die Unterhaltungen in sogenannten "Cards" zusammengefasst. Der Rahmen um die einzelnen Unterhaltungen schafft Übersicht und passt zu dem restlichen Design von Google.

Auch die "Hangouts" treten wieder in der Vordergrund. Die Hangouts wurden von Google schon immer besonders hervorgehoben. Das Neue Google+-Design wird ebenso einige Neuerungen für die Hangouts mit sich bringen. Die Hangoutseite, die durch die Navigation aufgerufen werden kann, verspricht bereits viel. Weiteres wird Google in den nächsten Tagen freigeben.

Auf der rechten Seite befindet sich nun die "Chatliste". Zuvor war diese auf der linken Seite etwas verborgen und relativ klein. Nun tritt auch die Chatfunktion mehr in den Fokus und regt dazu an diese Funktion intensiver zu nutzen. Erinnert ein wenig an Facebook, da auch dort die Chatfunktion auf der rechten Seite angezeigt wird.

Es lohnt sich sein Google+ zu überprüfen, denn auch die "Profile" haben Neuerungen erhalten. Dort kann nun ein großes oder mehrere kleine Titelfotos hinterlegt werden und das Profilbild wird deutlich größer dargestellt. Dies ermöglicht den Unternehmen / Privatpersonen ihre Profilseite etwas persönlicher zu gestalten.

Im Großen und Ganzen wirkt das Design sehr aufgeräumt und übersichtlich. Google hat bereits letztes Jahr viele Dienste überarbeitet und diesen ein schlichtes und übersichtliches Design verpasst. Dieses letzte Update für Google+ zeigt, das Google weiterhin dabei ist seine Dienste zu überarbeiten und mit "besseren" Designs zu versehen.

Wir sind auf weiteres gespannt.

Quelle: Google Official Blog