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23Mrz 120

Wir machen kein Social Media – da kommt ja doch nur Negatives

am Freitag, den 23. März 2012

"Social Media ist gefährlich - wenn wir keinen Facebook-Auftritt haben, können wir auch nicht mit öffentlicher Kritik überschüttet werden". Wer so denkt, ist auf dem Holzweg, wie das Bankmagazin in seiner Ausgabe 02/2012 bestätigt.

Dort wird tituliert, dass Blogger gerne über die Deutsche Bank lästern. Im November 2011 wurden knapp 7.600 Blogeinträge gezählt, von denen die meisten zwar neutral gehalten sind, die Bank aber Spitzenreiter bei den negativen Wertungen ist. Auf zwei positive Kommentare kommen drei negative. Anders sieht es bei den Sparkassen aus: bei rund 7.500 Blogeinträgen kommen auf vier positive Kommentare nur ein negativer.

Leider wird keine Angabe darüber gemacht, welche Blogs verfolgt wurden. Es lässt sich bei den Zahlen aber stark vermuten, dass es sich nicht um die von den Instituten bereitgestellten Medien handelt. Somit lassen sich zwei Kernbotschaften ableiten:

  1. Egal, ob man sich aktiv an den sozialen Netzwerken beteiligt: über ein Unternehmen wird sowieso gesprochen. Es gilt also nur noch, die Frage zu beantworten, ob man die Zügel in der Hand behalten möchte oder gar keine Zügel anlegt.
  2. Die verbreitete Meinung, dass sich ein Kunde nur im negativen Fall zu Wort meldet, ist eher ein Anachronismus. Im Zeitalter des Briefes (oder auch der E-Mail) war diese "Beschwerdementalität" sicherlich zu beobachten. Im Zeitalter von Web2.0 und den sozialen Netzwerken geizen Benutzer auch nicht mit positiven Einträgen. Schafft es ein Unternehmen nun noch, die negativen Einträge durch seine aktive Beteiligung und offenen Umgang mit den Kritiken in positive Beiträge zu verändern, wird dies einen nicht überschaubaren Mehrwert für das Unternehmen mit sich bringen.
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